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 25.10.2012  "Auf ihre Reise! ... auf MEINE Reise!"

Die Geschichte ist gefühlt so oft erzählt, dass es schwer fällt, zu glauben, sie könnte noch gehört werden wollen, Aber Gut, Markus meinte, ich sei es schuldig, zu schreiben, also schreibe ich.

Doch zuerst: Danke an Mami und Papi, ohne die das alles NIEMALS möglich wäre...

Hawaii... gibt es die Insel wirklich? Jedenfalls schien es mir-wie schon beim letzten mal- wie das Eintauchen in eine Parallelwelt. Wärme, Palmen, Lava, Ozean, Geckos, Delfine, Wasserschnabeltiere... und Kona... Der Ameisenschwarm, dessen Aufregung sich bis zum Rennen kontinuierlich steigert, wird durch die totale Entspannung und Gelöstheit der treibenden und scheinbar völlig desinteressierten Schildkröten angenehm konterkariert.

Was die Sache unangenehm macht, ist, dass sowohl Maria als auch Papi ziemlich schnell durch die Klimaanlagen im Supermarkt angeschossen sind. Phantom-Halschmerzen beim kleinen Küfi...die sich bis zum Renntag allerdings in richtige verwandeln. Scheißgefühl. Aufwachen am Rennmorgen nach perfekter Vorbereitung und krank. Was tun? Es bleiben eigentlich nur zwei Varianten: Harakiri und Start. Wobei...zumindest im Ergebnis scheinen sich beide nicht zu unterscheiden. Nicht zuletzt wegen der stumpfen Küchenmesser entscheide ich mich für den Start.

Die Wellen am Pier sind so groß, wie ich sie noch nie gesehen habe. Das Warten an der Start"linie" nervt. Der Startschuss fällt nicht, und da ich dem Sprecher schon lange nicht mehr zuhöre, erkenne ich das "Go! Go! Go!", das das Startsignal sein soll, zu spät... Was danach kommt, ist Überlebenskampf. Die gesamten 3.8 km bestehen nur aus festgehalten- und zurückgezogen, untergetaucht- und geschlagen, überschwommen- und abgedrängt zu werden. Ich wünsche mir Schildkröten, die diese ganzen Idioten sonstwohin beißen.
Damit ist das Schwimmen langsamer als erhofft. Das Radfahren fühlt sich vorerst relativ gut an. Bis in Hawi im Gegen"wind" die Bombe platzt und nichts mehr geht. Was jetzt? Aufhören? Geht nicht. Das Küchenmesser als Plan B ist jetzt unerreichbar und Plan B sowieso doof. Also Oberlenker fassen, Cola und Wasser und rollen... 50km später sowas wie leichte Erholung und die letzten 40k gehen wieder recht gut.
Jetzt nur noch einmal zum Schildkrötenstrand und zurück, zu den lieben, die an der Palani Road warten, ein bisschen Highway und heim. Bis auf die letzten beiden Punkte läuft auch alles nach Plan. Sogar die Zeit ist nur enttäuschend, aber noch nicht katastrophal... Wird sie aber dann recht schnell. Zuerst versuche ich auf dem Highway, Büsche als Solarzelen zu sehen, die mir sagen, dass ich mich dem Wendepunkt am Energylab nähere, aber es sind doch nur Büsche... mist. Wenigstens das vor zwei Jahren besetzte Dixi ist frei. Die kleinen Freuden auf Kona...
Was danach kommt, weiß ich nicht mehr so genau, außer, dass Hände, Kopfhaut, Lippen und Beine taub werden, ich die Becher nicht mehr fühle, wenn ich sie greifen will, mir so kalt wird, dass ich mich am liebsten auf den schönen warmen Asphalt legen möchte...und Schwindel...Schwindel? Gute Idee! Ich versuche mir vorzuschwindeln, dass es nun nicht mehr weit sein kann und es mir doch noch recht gut geht... Jetzt muss ich das Märchen nur noch glauben. Aber ist die Insel selbst nicht schon ein Märchen? Ich glaube, ich drehe langsam durch...
Trotzdem die Ziele nicht erreicht sind, kann ich den Zieleinlauf genießen...die Zuschauer sind unglaublich, die Atmosphäre auch ohne nahenden Kreislaufkollaps gänsehauterregend.

Auf dem Heimweg ins Hotel die Glückwünsche wildfremder; eine unglaubliche Wärme im wird von den Einheimischen ausgestrahlt...und wir bekommen eine Umeke, Rosen und ein Winspiel-alles vom-uns bis dahin unbekannten- Cashell aus Palmenblättern gefertigt, geschenkt. Einfach so. Weil wir an ihm vorbeilaufen... Ich will mich so gerne bedanken, leider war er nicht wie versprochen im FB zu finden... schade...

Was bleibt zu sagen? DANKE an alle, die mich unterstützt haben...jeder weiß wohl, wer gemeint ist...besonders natürlich an die wichtigsten von allen: Mami, Papi und Maria... und natürlich alle anderen Freunde und Förderer...

Ein kleines Beispiel von so vielen, die ich erleben durfte: heute früh bin ich bei meinem Stammbäcker umarmt und für nächste Woche zum Kaffee mit Bilderschauen eingeladen worden...was soll ich dazu noch sagen...und im Institut hängen die Zeitungsartikel am schwarzen Brett... wie kann man soetwas zurückgeben?

Wie gehts jetzt weiter? Na, es geht weiter! Was sagte Enrico? "Wir haben noch keinen Haken daran machen können!" Also Auf ein neues...hoffentlich...

"Der König ist tot, lang lebe der König!"




 01.10.2012  Überschrift

Auf Youtube läuft der Red Army Choir, der Arbeitsrechnerbildschirm simuiert sinnvolle Tätigkeit: *Calculating!*; die Uhr aber zeigt eine Zeit, zu der sich Vögel -komische wie mich selbst eingeschlossen- normalerweise im Wald herumtreiben. Tapering nennt sich das wohl. Erzwungene, jedoch sinnvolle körperliche Untätigkeit, die bei mir meistens zu größerem körperlichen Unwohlsein führt, als die vorausgehende Belastung. Zeit, was aufzuschreiben also.

Seit Frankfurt sind viele berichtenswerte Sachen passiert, aber eben so viele, dass keine Zeit/Lust zum Berichten blieb... was also? Kurzfassung: Training-EBM-Urlaub-Transschwarzwald-Training-Adventure Race Jena- Neuseenclassics "MTB" race-Training. Ausgewählte Highlights:

EBM: Mantel des Schweigens...Kopf-an Kopf "Rennen" mit der ersten Frau...
Urlaub: Das geht nun wirklich niemanden was an :)
Traschwawa: Hart, härter, heiß, heißer... hoch kacheln, runter trudeln...
Adventure Race: 10 Stunden in Bewegung, Abbruch 1.5h vor Schluss wegen fehlendem Licht...Grund? Küfis Arroganz ("Start ist um 9, 90k schaffen wir bis Mittag, scheiß auf die Lampen!!!").
Zitat des Tages (nach 7.5h auf der Hori oberhalb von Wöllitz):
Küfi: "Nächster Checkpoint: Lobdeburg. Wie kommen wir jetzt am blödesten da hin?"
Seffen: (über den Abgrund deutend) "Blöde Frage. Da drüben ist sie."

...und die Kletternager- die gute Moni, die sich liebenswerter Weise um mein Krabbeltier kümmert sowie das Krabbeltier selbst- klettern am schnellsten über die kurze Strecke und werde nur kurz vor dem Ziel aufgrund von Monis Maulwurfsaugen durch die Karte fehlgeleitet... Wie auch immer, die nächsten Tage sollte das Klettertierchen zum Jammertierchen werden...und wird mich so nach Hawaii wohl besser verstehen können als bisher...*diabolisches Grinsen*

"MTB": 2 Platten und Zeitfahrtraining...

Wie siehts jetzt aus? Naja, auch wenn die Vorbereitung aus Sicht der meisten (Tri)athleten aufgrund des verschwindend geringen Anteils an Straßen- und Bahntraining "wertlos" gewesen sein mag, wird ein bisschen Flattern auf der Insel schon möglich sein.
Am Samstag beginnt der Winterzug. Mit Mami. Mit Papi. Und diesmal wird der Schildkröte das getigerte surfende Nagetier endlich vorgestellt...

Mir ist langweilig. Zeit, dass es los geht... Youtube ist mittlerweile bei "Katusha" angekommen...Halleluja...



 11.07.2012  FFM

oh mann... Tag 3 danach. Humpeln wieder möglich. Hatte noch nie so viel Aufmerksamkeit beim Durch-die-Stadt-"gehen" wie die letzten zwei Tage. Die Gesichtsausdrücke der Passanten wechseln zwischen mitleidig, konsterniert, verwundert, erschrocken und angewidert ("der is ja schon am Morgen völlig besoffen")...

Aber von vorne.
Irgendwann kommt er dann doch, dieser eine Tag im Jahr, der immer im Hinterkopf hängt. Aber gut, ich wollte von vorne anfangen und nicht am Renntag.
Dank des -das ganze Wochenende- in selbstverleugnender Fürsorge zerfließenden Phils, der uns seine Wohnung zur Verfügung stellt, gestalten sich Anfahrt und Unterkunftsuche sehr angenehm. Auch die -von gastronomischen Nahrungszusammensetzung und -zeiten unabhängige- Versorgung nimmt diverse Sorgen ab.

Die Vorbelastung endet- wie nicht anders zu erwarten- im Desaster. Küfi steht nach dem EB alleine irgendwo zwischen Bad Homburg und dem Nirgendwo, während Papi und Phil davon unbeeindruckt fröhlich richtung Heimat radeln -"der wird schon wieder heim finden"... klar...

Rennmorgen 03:30. Nicht geschlafen, Schüttelfrost, kotzübel. Nahrungsaufnahme unmöglich. Shit. Das Adrenalin hätte sich das Körperchen auch aufsparen können. In 12 Stunden könnte ichs sicherlich besser gebrauchen.
Trotz dessen, dass Phil uns zum Start fährt, wird es in der Wechselzone recht hektisch -"Alle Athleten der ersten Startgruppe sollten langsam die Wechselzone verlassen", und das, bevor die Pre-competition-Entleerung auf dem Dixi erfolgen kann. Dafür stelle ich fest, dass der Neo-Beutel sich bereits im LKW mit den Zielbeuteln befindet. Also alle Helfer verrückt machen, Beutel suchen (lassen), zurück zum Rad... und dann endlich Richtung Start.

Vor dem Start werden wir von offizieller Seite ermahnt, den Allmächtigen zu bitten, uns unsere Ziele erreichen zu lassen. Ich frage mich kurz, wie der Chef das machen soll, schließlich dürfte es bei den Wünschen von 2600 Triathleten vor dem Start da zu gewissen Überschneidungen der Forderungen kommen. Mama Kartoffel, hilf!!!
Nach dem Gebet dann Gänsehaut-Feeling beim Abspielen der Nationalhymne (allerdings als Folge dessen, dass wir seit gefühlten Stunden im -noch- kalten Wasser an der Startlinie dümpeln).

Kein Startschuss, trotzdem Start... und das Schwimmen erstmal zünftig versemmeln. Schnelle Gruppe. Aber zu weit ab von der Ideallinie, also alleine zurück ins Feld. Da war der Zug nach vorne aber längst weg. Mist. Resultat: 4 min Rückstand auf Orientierungspunkt Markus.

Rad. Die erste Runde veläuft im einsetzenden (und überhaupt nicht kalten-wer es anders empfunden hat, dem sei empfohlen, dass Treten-insbesondere auch mal in der Führung einer "Gruppe"- zur Erwärmung beitragen kann) Regen zwar zügig, aber irgendwie komisch. Begleiter in Bad Vilbel abschütteln, gesagt bekommen, wie toll ich doch bin, mich davon beflügeln lassen. Danke an Mami, das euphorisiert grinsende Regentier im Regencape und Phil. In der zweiten Runde befolge ich dann Enricos Aufforderung "Fahre Dein Tempo weiter" unter völliger Verleugnung des Zusatzes "Wohlfültempo, damit Du einen schnellen Marathon hinlegen kannst". Resultat: ekliges Schwächegefühl ab km 155, die Kraft im Daumen reicht nicht mehr zum Schalten...

Dann Lauf. Gigantisch. Zuschauer über Zuschauer. Nicht nur die wichtigsten Flattertierbegleiter, auch alle anderen...wahnsinn. Und das Laufen fühlt sich leicht an. geil. Das grinsende Regentier ist mittlerweile auch zum Sonnentier geworden. Nur dass Markus das Rennen wegen eines Sturzes beenden muss, trübt die Stimmung. Ab km 35 allerdings geht das Laufen zunehmen in Watscheln über... Zieleinlauf am Römer. Unglaublich. Wie schon vor zwei Jahren fange ich jetzt nicht an, das Unbeschreibliche zu beschreiben, eben weil es unbeschreiblich ist.

Dann der nächste Dämpfer: Papi auf Bestzeitkurs von einer Verletzungsbreitseite voll getroffen und versenkt. Sch***...

Der Tag danach: Siegerehrung, Herbstflug fürs Huhn klar machen, Anmeldung FFM 2013...und erfahren, dass der gute Phil das nächste mal als Fahrer mutmaßlich ausfällt, da er, der bewusstseinserweiternden und verklärenden Wirkung des Weines und Zuschauens erlegenen, selbige Meldung ebenfalls getätigt hat *diabolisches Grinsen*

Alles in Allem? Wahnsinn. Das Rennen ist nicht zu übertreffen. Danke an die Zuschauer, Helfer, Organisatoren...besonders in meinem Fall an Martina, die Catcherin, fürs Auffangen und Foto machen.
Und natürlich an alle anderen, die dieses Wochenende erst möglich gemacht haben: Hühnchen, Mami, das Hühnchen tragendes Sonnen- oder Regentierchen, Franni, Phil, Chrissie, und natürlich den guten, armen lieben Papi... und Fischi fürs live-gackern...

Nun gut. Jetzt Wunden lecken, bewundern lassen (erkannt anhand des OTZ-Artikels von der Bäckerverkäuferin meines Vertrauens-ach wie toll :D ) ...und...ja, auf nach Kona :) ...Dort mit Mami. Und dem guten Papi. Dort ohne das Regentierchen, nur mit dem Sonnentierchen. Ohne Regencape. Mit Hibiskusblüte.





 26.06.2012  Madmission...

...ok, ja, ich gebe zu: eigentlich war die Idee ziemlich bescheuert. 3 Tage Erzgebirge, Trails, Höhenmeter und völlig übermotivierte Konkurrenz => ein mutmaßliches Selbstmordkommando, trotzdem (oder doch weil???) es nur noch zwei Wochen bis FFM sind.
Nach etwas holprigem Start in Gera allerdings fällt die Begrüßung durch vierbeinige, fellige, meckernde, sauerampfersüchtige Freunde unerwartet stürmisch aus (siehe Foto).
Das Abfahren der Prologstrecke allerdings torpediert die Moral, die durch kleine fahrtechnische Erfolge im Training zumindest vorhanden war. Was folgen muss, ist klar: Küfi ziemlich weit vorne auf den ersten 240 Höhenmetern (bergauf). Breiten wir den Mantel des Schweigens über die folgenden 240 Höhenmeter (bergab). Nur soviel: Rad, Helm und Fahrer erreichen ohne den vorhergesehenen ungewollten Bodenkontakt das Ziel. Angst vor Tag 2.
Tag 2 fängt unerwartet einfach (und schnell) an. Waldautobahnen, viel bergauf, wenig bergab. Alles Schön. Bis zur ersten Verpflegung. Dann gehts los: kein flaches Stück, keine gut fahrbaren Wege, Gardasee-Feeling, Schmerzen in allen Muskeln, sau schwierige Abfahrten (in denen ständig der Gedanke "Wie zum Geier soll der arme Papi hier runter kommen???" mitstolpert)... Aber gut, dass, wie fast sämtliche Triathleten ständig meinen, das kein sinnvolles Training ist, da "die Belastung nicht zielgerichtet genug ist". Ich trainiere also gerade nicht. Dann bilde ich mir den Laktatstau also auch nur ein. Also, Küfi: Hab Dich nicht so, Biken ist kein Sport!
Wie auch immer... im Ziel muss ich dann auf den völlig zerstochenen, zerrissenen und zerschlagenen Papi eine gefühlte Ewigkeit warten und kann mich am Ende nur wundern, was offensichtlich alles ausgehalten werden kann... (mehr zu dieser Geschichte: http://www.triathlon-gera.de/haltungsbericht.php?aktion=hblesen&id=101). Mir selbst reicht das (eigentlich ideale) Durchkommen schon völlig aus...und Micha schweigt nahezu bis zum Folgetag, trotz der souveränen Gesamtführungsübernahme in der Tandemwertung...
Der dritte Tag beginnt am Skihang. Unten. Nach dem folgenden 500 Metern in Richtung Gradiente des selbigen verliert sich die Erinnerung an den Rest der Strecke im Laktatnebel. Außer die an zwei Hirschkühe, die offensichtlich auf Kollisionskurs streuern, der sich nur durch eine Gewaltbremsung umgehen lässt.
Danach kommt auch der Papi ziemlich zeitnah ins Ziel, sodass mit der zwei Stunden verfrühten Heimfahrt ein geniales Bike-Wochenende seinen vorläufigen Abschluss findet.

Gut, dass wir nicht trainiert haben, bis (hoffentlich) in zwei Wochen...



 11.06.2012  Flatter, Hühnchen, flatter!

Mist, jetzt muss ich einen Blog schreiben, der von vornherein nur falsch geschrieben werden kann... "Du kannst ruhig 'reinschreiben, was Du geschafft hast, sei mal stolz" ... Die Worte der beiden Hauptpersonen (Mami und Maria) klingen nach...

Auf der anderen Seite: Hey, Markus nicht da, der Vorjahressieger auch nicht, also halten wir den Ball mal schön flach...

Moritzburg. Doch noch. Wahrscheinlich einer der schönsten Triathlons ohne die sonst übliche Vorkriegsatmosphäre.

Gut, der Tag beginnt wie immer angenehm mit ausschlafen (Aufstehen 0600). Irgendwie fehlt nach einigen schmerzhaften Bruchlandungen (abgesehen von einem sehr gelungenen Sturzflug am Inselsberg - Eigenlob Nummer 1 für heute-) die gewohnte "Wettkampf?-Scheiß-egal-ich zieh mein Ding durch"-Stimmung. Kein Hunger, selbst das geliebte Schokobombenmüsli schmeckt nach Pressspan (huch, kein Wunder, dass das Wort nicht ohne Spucken ausgesprochen werden kann...). Passender Weise stelle ich wenig später beim Check-in fest, dass die Schuhschnellverschlüsse nebst Sicherheitsnadeln noch zu Hause liegen.
Der langsam ansteigenden Nervosität versuche ich durch betont sinnlose Aussagen beim Vorstartinterview entgegenzuwirken, die Nutzlosigkeit zeigt sich aber im Würgereiz beim Verzehr des üblichen Vorwettkampfriegels und dem massiv aufkommenden Gefühl akuter Kraftlosigkeit kurz vor dem Start. Papi spielt bis 5 Minuten vorher noch angeschossene Raupe und nur höchste Willensanstrengung kann mich davor bewahren, es ihm gleich zu tun...

Nach gefühlt ewigem Warten in kaltem Wasser dann endlich der erlösende Startschuss... Schwimmen? Jetzt? Schwimmen. Jetzt. Also gut. Gut? Ja, ziemlich gut. Überraschend gut. Cool. (Dieser und der folgende Abschnitt setzen sich, soweit rekapitulierbar, aus Selbstgesprächen während der Rennens zusammen. Der akute Sauerstoffmangel im Gehirn mag als Erklärung dienen...)
Rad. 90% lautete die Ansage von Enrico. Fühlt sich komisch an. Soll das so sein beim Wettkampf? Hat damals mit Markus mehr weh getan. Ich hoffe, der Seitenwind ärgert alle Scheibchen hinter mir. Aber ok, Sturmfront von hinten fetzt.

Wechsel. Loslaufen, Maria, Mami und Huhn zuwinken. Dämliches Grinsen und überzogen dynamisches Losflattern (Man, was bin ich toll...aber wie lange noch???). Erste Runde, km 6, alles dreht sich. Mist. Essen? Schlecht! Doch, iss! Will Nicht! Heul nicht 'rum, Küfi, iss!...
Die folgenden 15km sind pure Schizophrenie. Alle anderen sehen schnell aus. Ich will schlafen. "Wenn Du nachher keine Lust auf Auslaufen hast, dann tu's jetzt, das reicht locker" von der einen Seite. 2 km später: "Wenn Du den Rhythmus halten kannst, kannst Du's noch schaffen" von der anderen Seite? Was denn nun, entscheidet Euch bitte mal!?! "Das sieht kraftvoll aus!"- "Ich fühl' mich aber Scheiße!"...

Im Ziel flattere ich dann auch noch am Huhn vorbei, drehe um und hole es, vergesse aber auch dabei, Maria zu küssen, zwei Dinge, die eindeutig von fortgeschrittener geistiger Degeneration zeugen...

Jedenfalls... Hühnchen kann wieder fliegen, mal sehen, wie weit noch... :)

Na gut, mal kurz ernsthaft werden: DANKE an alle, erstmal Veranstalter, Helfer, Sprecher für einen genialen Triathlontag, dann Mami...fürs Dasein..., dem guten Papi (dessen Blogs bitte unbedingt zu lesen sind), Enrico und Markus. Und Maria...Du weißt, wofür (Und jetzt nervt mich bitte nicht mit Self-copy für den letzten Satz... und @André, solltest Du das lesen, Ich weiß, dass das alle möglichen Schlüsse zulässt ;) )
...und auch der guten, zwar in Moritzburg nicht anwesend gewesenen Franni fürs Kontrollieren des Textes (Anmerkung von ihr selbst :o))



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